Donnerstag, 17. September 2015

Kleine Reibn - Unterwegs im Reich der Steinböcke- am 15.09.2015


Am Dienstag gings auf die "Kleine Reibn" ins Hagengebirge.
Für mich war es mein erster Ausflug in diesen wunderschönen Teil des Berchtesgadener Landes und sicher auch nicht der letzte!

Diesesmal hab ich wieder mal meinen Papa mitgenommen.
Wir starten in Hinterbrand am Wanderparkplatz etwa auf 1125m Höhe was etwa der Höhe der Mittelstation der Jennerbergbahn entspricht, welche sich nicht sehr weit davon befindet.
Es geht zuerst neben der Schipiste über die Krautkaseralm hinauf zur Mitterkaseralm.
Vorerst noch alles in dichtem Nebel mit wenig Aussicht. Aber der Wetterbericht hat gutes Wetter vorrausgesagt!
An der Mitterkaseralm kommt auch schön langsam die Sonne raus und erste Blicke auf den Schneibstein, den höchsten Punkt der heutigen Tour werden frei.


Zu unserer Linken schält sich das hohe Brett aus der Nebelsuppe.
Es geht nun weiter zum Karl von Stahl-Haus, welches sich auf der Deutsch-Österreichischen Grenze im Sattel dem Torrener Joch zwischen Hohem Brett und Schneibstein befindet.
Hierher kann man entweder über das Schneibsteinhaus gehen, oder wie wir mit etwa 100 Höhenmeter mehr Aufwand vorbei am Pfaffenkegel.

Nun geht es hinauf auf den meist begangenen 2000er Gipfel im Berchtesgadener Land.
Selbst unter Woche ist man hier bei schönem Wetter sicher nie alleine unterwegs. Dazu müsste man wohl schon sehr bald starten!
Dass der Gipfel so viel begangen ist wird schnell an den total abgeschmierten und rundgeschliffen Steinen am Weg ersichtlich. Nicht sehr angenehm zum hochwandern bei rutschigen Verhältnissen, zumal es zwischen den Felsen sehr erdig ist.

Trotzdem bewegt man sich hier in wunderschöner Landschaft und die Ausblicke werden mit jedem Schritt besser.
Rückblick zum Stahlhaus.

Schön langsam nähern wir uns dem Gipfel. Hinter uns Watzmann, Hundstod und Steinernes Meer.



Tiefblick vom Gipfel ins Tal zwischen Kuchlerkamm und Schneibstein welches hinunter ins Bluntautal und nach Golling führt.
Hohes Brett, Hoher Göll und Kuchler Kamm
Am Gipfel haben wir das Glück, dass trotz der nicht wenigen Wanderer sich die hier lebenden Steinböcke  in unmittelbarer Nähe aufhalten.
Bis auf 5 Meter bleiben sie neben dem Weg und sind ziemlich unbeindruckt von uns.

Vom Schneibstein geht es nun auf die "Kleine Reibn" weiter in Richtung Seeleinsee.
Man kann nun den einen oder anderen kleinen Gipfel weglos mitnehmen. Somit würde man vermutlich bis zum Kahlersberg, der Felsen in der Bildmitte am "Grat" weitergehen können.
Der eigentliche Weg führt aber rechts an den Gipfeln vorbei. Hier am Bild direkt unterhalb des Windschartenkopfes.
Während Papa den Weg nimmt, steige ich noch auf den Windschartenkopf und auf der anderen Seite über leichte Schroffen wieder direkt hinunter zum Weg. Macht wieder ca. 100 zusätzliche Höhenmeter.
Am 2011Meter hohen Windschartenkopf.
Von hier kann man schon den Seeleinsee erkennen.
In der Ferne der Hochkönig mit der übegossenen Alm.
Wieder am Weg geht es sehr schön in felsiger Landschaft zum See hinunter, welcher sich unter den Steilabbrüchen des Kahlersberges befindet.


Vom Seeleinsee geht es nun durch den Stiergraben wieder zurück in Richtung Jenner.

Unterwegs hat man viel Zeit König Watzmann zu bewundern. Gut zu erkennen ist das sich neben der linken Wolke befindliche "Watzmannlaberl". Die wunderbar abgelegene Almwiese mitten in der Ostwand.

Auf meist abfallendem Weg wandert man weiter über die Priesbergalm, vorbei am Priesberger Moos bis zur Enzianbrennhütte.

Hier muss man natürlich auf ein Schnapserl einkehren um sich für die letzte Wanderstunde nochmal zu stärken :-)

Das letzte Stück rüber nach Hinterbrand geht es auf breiten kinderwagentauglichen Schotterwegen vorbei an der schönen Königsbergalm.
Nach etwa 21 Kilometern und 1500 Höhenmetern geht dann die Kleine Reibn, welche eigentlich gar nicht so klein ist zu Ende.
Eine wirklich großartige Runde auf der es allerhand zu sehen gibt.
Nur etwas überlaufen ist es leider. Fürs Wochenende ist es wohl eher weniger zu empfehlen.
Da es aber noch etliche kleine und ein paar wenige große Gipfel auf der Runde gibt, welche natürlich auch alle mal bestiegen werden wollen, werde ich die Tour sicher mal wiederholen. Dann aber wohl sehr,sehr bald in der Früh starten und das ganze dann mit Trailrunningschuhen an den Füßen. Denn dafür ist das Terrain sicher wunderbar geeignet!





Kommentare:

  1. Lieber Andi,

    mal wieder tolle Berglandschaften. Begegnungen mit Tieren in der freien Natur sind immer toll und dann noch vor einem solchen Bergpanorama. Großartig.

    Gruß
    Anja

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    1. Hallo!
      Ja stimmt, solche Begegnunngen sind wirklich großartig! Aber auch sonst bietet das Hagengebirge wirklich Traumlandschaften! Und abgesehen von dieser eher überlaufenen Runde, ist das Haagengebirge der wohl einsamste Teil der Berchtesgadener Alpen!
      Die nächste Tour ist schon wieder in Planung :-)
      lg Andi

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  2. Ein absoluter Klassiker. Die Runde werde ich im Oktober garantiert auch noch mal laufen. Einfach herrlich dort oben.

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    1. Haha, ich hab mir eh zuvor alle deine Reibn-Berichte reingezogen :-)
      Vielleicht brauchst du ja wieder mal Gesellschaft auf der Kleinen Reibn, dann lass es mich wissen. Vielleicht passts ja zeitlich. Wäre schon toll die Runde mal als Traillauf und dann vielleicht auch etwas verlängert zu machen.
      Gruß Andi

      PS: Ich liebäugle übrigens gerade mit der Hundstodreibn aus Eurem Buch. Vielleicht wirds ja heuer noch was... (Vielleicht auch mit Hundstodbesteigung, wenn der Winter noch ein bisschen wartet)

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