Freitag, 13. Januar 2017

Schneeschuhtour - Grünstein und Archenkanzel, Berchtesgadener Alpen, am 11.01.2017


Zum ersten mal in diesem Winter und überhaupt seit sehr, sehr langer Zeit, war ich mitte dieser Woche wieder mal mit den Schneeschuhen unterwegs.
Gemeinsam mit dem Papa ging´s ins Berchtesgadener Land.
Von Hammerstiel führte uns die Runde erst auf den Grünstein, dann rüber nach Kühroint und nach einem Abstecher zur Archenkanzel runter zur Schappbachalm und wieder zurück nach Hammerstiel.
Eigentlich wollten wir ja am Parkplatz Hammerstiel starten. Da es aber in der Früh bei - 7° leicht nieselt, ist die Straße rauf zum Parkplatz doch ziemlich rutschig und so parken wir im Ort, was uns einen zusätzlichen Kilometer und etwa 100 Höhenmeter mehr bescheren
Beim Losgehen beginnt es dann auch zu schneien, was aber nicht weiter störte.
Gleich zu Beginn sehen wir man auch schon das erste Tagesziel, den Grünstein.
Nach dem ersten Kilometer zweigen wir dann links beim Schild welches zur Grünsteinhütte weist in den Wald ab. Ab jetzt geht es mit Schneeschuhen weiter.
Der Aufstieg vom Parkplatz Hammerstiel, welcher eigentlich erst 200-300 Meter später folgt, bis zur Grünsteinhütte ist sogar extra als Schneeschuhtour gekennzeichnet.
Daher ist auch der ganze Weg bis nach oben gespurt. Hier ist es also schön hoch zu wandern, ohne besondere Anstrengungen.
Hin und wieder kann man auch über den Wanderweg ein Stück abkürzen, ansonsten folgt der Weg in einigen Kehren immer der Forststraße bis nach oben zur Hütte.
Von der Grünsteinhütte steigen wir dann in wenigen Minuten die letzten paar Höhenmeter zum Gipfel rauf. Hier wird es schon etwas beschwerlicher, obwohl natürlich auch hier eine schmale Spur bis nach oben geht. Es gibt wohl nicht viele Tage an denen hier mal keiner raufkommt.
Nach etwa 650 Höhenmetern stehen wir am 1304m hohen Grünsteingipfel. Normalerweise würde man von hier oben wohl eine super Rundumsicht haben, leider ist heute alles ziemlich wolkenverhangen...


Nach dem Grünstein queren wir nun rüber nach Kühroint - das Almgebiet direkt zu Füßen des kleinen Watzmanns.
Ab der Grünsteinhütte geht es dann durch unverspurtes Gelände.
Durch pulvrigen Schnee geht es durch den dichten Wald. Jetzt heißt es erst mal Arbeiten! Zu Beginn noch flach, doch dann folgen die ersten Anstiege und mir wird gleich mal ordentlich warm. Vom Weg selbst ist nicht viel zu erkennen, aber im Wald sieht man die Markierungen ganz gut und so ist die Orientierung kein Problem.




Nachdem wir den Nebengipfel vom Grünstein, den Schapbachriedel, welcher eigentlich höher ist aber wesentlich weniger begangen wird, rechts  liegen gelassen haben, geht es dann auch mal ein schönen Stück etwas steiler nach oben. Hier wird es nun wirklich anstrengend eine Spur durch den Schnee zu ziehen.
Irgendwann ist aber auch dieses Teilstück geschafft und wir erreichen die Straße welche von der Schapbachalm nach Kühroint hochzieht. Jetzt kommt auch immer mehr die Sonne heraus und es hat schon seit einiger Zeit zu schneien aufgehört.
Der Kleine Watzmann ist von nun an unser ständiger Begleiter. Ziemlich Abweisend sieht er jetzt im Winter aus... Der Große versetckt sich heute leider fast den ganzen Tag hinter Wolken. Trotzdem ist es gerade durch das Wolkenspiel eine tolle Szenerie hier oben in Kühroint.
Etwa eineinhalb Stunden haben wir vom Grünstein für die eigentlich nur eine angegebene Stunde durch den Schnee hier herüber benötigt. Und da haben wir nicht getrödelt :-)
In der letzten Kurve bevor man zu den ersten Gebäuden kommt zweigt nach links nun die Mountainbikestrecke zur Archenkanzel ab. Diesen Aussichtspunkt auf den Königssee lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Außerdem ist hier bereits eine schöne Schneeschuhspur durch  eine wunderschöne Winterlanschaft gezogen.


An der Archenkanzel  angekommen haben wir jetzt einen grandiosen Tiefblick zum Königssee, welcher schon halb zugefrohren ist und gerade aus Ausblicke auf´s steinerne Meer mit dem Funtenseetauern und der Schönfeldspitze bzw. nach links ins Haagengebirge mit dem Gotzentauern (?) und dem Kahlersberg.



Nach einer kurzen Pause geht es über den eigentlichen Wanderweg wieder zurück zur Kührointalm...

...und von hier wieder nach unten. Erst durch den Wald die Forststraße querend, bevor es dann ab der Schapbachalm ein etwas längeres Stück auf der Straße weiter geht. Ab der Alm könnte man auch wieder ohne Schneeschuhe weitergehen, aber ohne Grödel wäre es wohl etwas rutschig auf der harten Schneefahrbahn. Zum Schluss folgt dann aber sowieso noch eine längere Querung wieder zurück nach Hammerstiel wo man die Schneeschuhe dann wieder braucht, auch wenn auch dieser Teil gut gepurt ist von Wandereren und Schitourengehern bzw. - abfahreren.
Kurz bevor man zum Parkplatz Hammerstiel kommt hat man dann auch noch eine gute Aussicht auf den Rest der Berchtesgadener Prominenz.
Am Parkplatz angekommen schnallen wir die Schneeschuhe dann ab und müssen jetzt noch die restlichen etwa 1300 Meter auf Asphalt/Matsch zum Auto zurück gehen, bevor diese schöne Runde zu Ende geht.





Insgesamt waren wir auf der Runde dann etwa 17 Kilometer, 1000 Höhenmeter sowie 6 Stunden Gehzeit inkl. etlicher Fotopausen unterwegs.

Hier gibts den GPS Track zur Runde.

Kommentare:

  1. Schaut so aus als hätten die Wolken sich später verzogen. Eine schöne Tour! Die muss ich mir für den Sommer mit den Kids vormerken. Dieser Winter gefällt mir! (auch wegen deiner Bilder, den selber schaff ich es momentan nicht in die Berge...)

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    1. Hi Herbert!
      Ja, die Runde ist sicher im Sommer auch recht schön. Do ruhig ist es dann aber mit Sicherheit nicht dort oben! Ober trotzdem bestimmt lohnenswert.
      Gruß Andi

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  2. Moin Andi,

    so eine Schneeschuhtour würde mich auch reizen. Ich habe aber keine Ahnung wie anstrengend das ist, da ich solche Teile noch nie an den Füßen hatte.

    Super Tour mit tollen Bildern, fanastisch anzuschauen!

    VG Volker

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    1. Hi Volker!
      Macht schon Spaß so eine Tour. Die Anstrengung ist natürlich stark variierend je nach Schneehöhe, Konsistenz und Spur. Ansonsten hat man sich nach kurzer Zeit an die Schneeschuhe gewohnt und man geht damit fast "normal". Am Berg sind natürlich gewisse Dinge zu beachten wie Lawinensituation und Wegwahl usw.
      Die von uns gemachte Tour war aber technisch nicht schwer und ziemlich Lawinensicher.
      Gruß Andi

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  3. Wow, coole Bilder...und der See friert auch schon langsam zu. Mal schauen ob es diesen Winter was wird.

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    1. Hi Steve!
      Ja ist wirklich schön dort oben. Aber das weißt du ja.
      Kommt es denn vor, dass man den See auch mit Schi befahren kann? Wohl eher selten oder?
      Gruß Andi

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  4. Sehr tolle Bilder, das würde mir auch gefallen. Gelernt habe ich auch etwas: Schneeschuh geht man also mit Stöcken. Irgendwann muss ich das mal ausprobieren.

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    1. Hi Roni!
      Ja unbedingt mit Stöcken gehen! Vor allem wenn´s auch ein paar Höhenmeter hat, machen die die Sache erheblich leichter! Im tiefen Schnee bergauf eine Spur zu legen kann schon ziemlich anstrengend sein, da ist man um jede Erleichterung dankbar...
      lg Andi

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