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Samstag, 13. Mai 2017

Drachenwand - Schatzwand - Schober - Überschreitung (II) am 13.05.2017



Heute ging´s nach langer Verletzungspause endlich wieder mal in die Berge. Da für höhere Touren die Schneelage und das nasse Wetter etwas ungünstig war, haben wir, Herbert und ich, uns für die Drachenwandüberschreitung entschieden. Da die Tour ohnehin schon lange auf unser beider Listen an unabgehakten Bergtouren stand, war die Entscheidung hierfür auch schnell getroffen.


Bei strömenden Regen ging´s vom Innviertel an den Mondsee und die Tour schien erst fast ins Wasser zufallen, doch je näher wir an die Drachenwand kamen, umso trockener wurde es.
Die gesamte Überschreitung ist bereits bei der Anfahrt schön zu sehen.

Und so entschieden wir uns auch für einen Aufstieg über den Klettersteig.
Hier war es dann wirklich überraschend trocken und kurz blinzelte sogar die Sonne durch die dichte Bewölkung. Eigentlich waren es sogar ziemlich perfekte Bedingungen. Der Steig war trocken und dank der schlechten Wettervorhersage, haben wir bis auf zwei weitere Leute die etwas nach uns eingestiegen sind auch sonst niemanden in dem sonst so überlaufenen Klettersteig gesehen.
Drachenwand von St. Lorenz aus gesehen

die trockenen Verhältnisse machen gute Laune

steil

luftig









Klettersteiggipfel 1060m
Oben angekommen, war´s dann zwar etwas windig, aber das Wetter schien weiterhin trocken zu bleiben. Also nix wie ran an die Überschreitung.
dort geht´s lang
Zuerst gings hinauf auf den eigentlichen Drachenwandgipfel, der noch etwas höher als der "Klettersteiggipfel" liegt.
Hier sind dann auch die Absprungstellen der Basejumper. Zu dieser Sportart kann sich jeder selbst seine Gedanken machen...
nicht immer geht das gut aus...

Absprungstelle

Blick zurück...

...und nach vorne. Die Schatzwand ist bereits in Sicht, aber es ist noch ein weiter Weg
In einem ständigen Auf und Ab ging´s nun meist direkt am Grat oder etwas seitlich davon weiter. Die Wegfindung ist eigentlich ziemlich einfach. Man bleibt am Grat und kann man eine Stelle nicht abklettern, kann man diese eigentlich immer seitlich umgehen. Am Weg bis zur Schatzwand finden sich immer wieder einige leichte Kletterstellen, erschwert wird das ganze durch einen ständigen Kampf mit der Botanik, welche einen auch immer wieder von der direkten Gratschneide abdrängt. Aber im Großen und Ganzen ist es nicht so schlimm und es macht sogar Spaß sich über Felsen und durch die Bäume und Latschen zu kämpfen.


immer wieder wird ab- ...

...und wieder aufgeklettert





immer wieder mal ein Drachenloch mit tollen Tiefblicken

nicht immer findet sich sofort der richtige Weg



tolle Landschaft

wieder mal an einem nicht abkletterbaren Abbruch





ganz langsam kommt die Schatzwand näher

und das Wetter wird immer besser




Waren es auf den ersten zwei Dritteln höchsten vage Trittspuren, trifft man dann ein Stück unterhalb der Schatzwand auf einen etwas besser ausgetretenen Steig. Dieser führt direkt an die etwas steilere Aufstiegsrampe zur Schatzwand und es wird hier nun etwas mehr zum Klettern. Bei nassen Verhältnissen wäre jetzt wohl ziemliche Vorsicht geboten. Der Fels wird hier zwar etwas kompakter aber es geht durch eine steile Grasrampe nach oben, die nass ziemlich heikel sein könnte.
felsig und über steiles Gras gehts hinauf zur Schatzwand

Schatzwandgipfel 1264m
Oben angekommen befindet man sich dann wieder auf einem schönen, flachen Grat, der nur kurz etwas schmäler wird. Zum Schober ist es jetzt nicht mehr weit.
Kurz steigt man nochmal ab, um dann den letzten Aufschwung in Angriff zu nehmen.
Hier ist nun auch die Schlüsselstelle der Tour. Über eine schmale Gratstelle muss man nun in den letzten Aufschwung übersteigen. Das sieht anfangs ziemlich gruselig aus, löst sich dann aber doch schnell auf und mit ein paar wenigen, aber etwas luftigen Zügen, diese jedoch in gutem Fels, ist man über die Stelle auch schon hinweg und steht sogleich am Schobergipfel.
ein Gendarm blockiert den Aufstieg
letzter Aufschwung zum Gipfel mit Maibäumchen
Schober 1328m
Blick von oben auf die Schlüsselstelle...

...und auf die gesamte Überschreitung
Vom Schober steigen wir dann am Wanderweg hinunter zur Ruine Wartenfels, wo dann noch etwa fünf Kilometer Rückweg bis nach St.Lorenz auf uns warten.
Schober und Frauenkopf
nochmal schöne Ausblicke in die Wand am Rückweg




Insgesamt eine wirklich schöne Tour. Zwar kämpft man sich immer wieder durchs Unterholz, aber dafür hat man am Grat ziemlich spektakuläre Tiefblicke über die bis zu 700m senkrecht abfallenden Wände und ist während der Überschreitung vermutlich meist alleine unterwegs. Der erste Teil der Überschreitung ist klettertechnisch noch einfacher, im zweiten Teil ist es dann etwas luftiger und etwas mehr zum Klettern, aber nie schwieriger als II.
Für die gesamte Tour, inklusive Zustieg, Klettersteig, Überschreitung und Rückweg, haben wir etwa 6h 20 Minuten Gehzeit benötigt. Das ganze bei ca. 1300 Höhenmetern und geschätzten 10-12 Kilometern Strecke. Wobei die Überschreitung selbst nicht ganz die Hälfte der Zeit in Anspruch genommen hat.
Schön ist auch, das mein Knie die Tour wirklich gut mitgemacht hat. Zum Laufen reicht es zwar noch nicht ganz, aber Bergtourn sind wieder möglich. Und schon bald werde ich auch wieder wie gewohnt mein Lauftraining weitermachen können...

BERG HEIL

6 Kommentare:

  1. Oha, das wäre mir eindeutig zu viel Luft unterm Hintern. ;-)
    Aber mal wieder eine tolle und ziemlich geniale Bilder. Ich muss auch mal auf den Schober!

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    1. Hey Steve!
      Ich wär ja gern bei Eurem Trail-Raid dabei gewesen, aber in diesem Jahr machen mir die Knie leider einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Jetzt gehts zwar schon langsam wieder los, aber längere Laufstrecken gehen noch nicht...im nächsten Jahr dann.
      Der Schober war aber eine wirklich gute Alternative. Wenns zu luftig wird kann man aber eigentlich immer irgendwie ausweichen. Die letzte Stelle aber eher nur großräumig. Auf alle Fälle eine schöne und einsame Überschreitung!
      Gruß nach BR

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  2. Hallo Andreas,
    ein schönes Stückchen Erde hast du da zum Laufen, Wandern und erkunden. Da geht mir ja das Herz auf. Die Bilder sind wirklich toll.
    Ich drücke dir die Daumen, das das Knie bald das Laufen wieder zu läßt.
    Viele Grüße
    Helge

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    1. Hallo Helge!
      Willkommen auf meinem Blog!
      Ja die Drachenwand und Umgebung ist schon toll. Es gibt dort beide Seiten, entweder total überlaufen, wie der Klettersteig oder der Schober, oder aber auch total einsam, wenn man sich etwas Abseits der Hauptwege begibt. Das hat schon was!
      Gruß Andi

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  3. Servus Andi!

    Endlich wieder mal was auf deinem Blog. Super Bericht von einer echt genialen Tour! Besser gehts eigentlich kaum mehr. Das war genau das was ich wieder mal gebraucht hab!
    Entgegen aller Prognosen war das Wetter das gesamte Wochenende perfekt zum Bergkraxeln. Wer wagt gewinnt!

    LG Herbert

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    1. Hi Herbert!
      Ja war wirklich a super Tour und das Wetter hät ma auch nicht besser erwischen können, da hab ich schon mit dem Allerschlimmsten gerechnet!
      Freu mich schon auf die nächste gemeinsame Runde!

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