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Donnerstag, 20. Juni 2019

Übern Untersberg drüber grennt, am 18.Juni 19



Schon sehr lange auf meiner Liste steht die Untersbergüberschreitung und als ich dann vor kurzem auf Strava sah, dass das bei der derzeitigen Schneelage schon ganz gut geht, wurde ich plötzlich ganz nervös und zum Glück war auch gleich ein passender Termin gefunden. Der Herbert konnte es auch noch einrichten und so ging es am Dienstag bei bestem Wetter gemeinsam ins deutsche Maria Gern, wo wir beim Parkplatz Hintergern auf 800m Seehöhe starteten.
Erst mussten wir natürlich mal um den Untersberg rumlaufen um zum Startpunkt zu gelangen, was uns aber beiden lieber war, als später nach der Überschreitung noch zurücklaufen zu müssen.
In gemütlichem Tempo ging es zuerst zur Theresienklause und dann ein Stück durch die Almbachklamm. Hier war die Strecke gleich zu Beginn der großen Runde wirklich sehr laufenswert. Tolle kleine Wege und auch schon die ersten kurzen Anstiege. Im Großen und Ganzen ging es aber bergab bis nach Marktschellenberg, wo wir die Bundesstraße und die Königsseeache überquerten.
Kurze Zeit später querten wir dann wieder zurück und somit auch nach Österreich und nach etwa 16km und 350 Höhenmetern waren wir dann in Glanegg am nördlichen Ausläufer des Untersberg angelangt.

Theresienklause

Almbachklamm

Untersbergsüdwand

die gesamte Überschreitung, ganz rechts hinten der Salzburger Hochthron

die größten Gefahren lauern in Tal

Mittagsscharte und Salzburger Hochthron

auch mal ein Stück Asphalt

Berchtesgadener bis Salzburger Hochthron und Geiereck


Jetzt ging´s am Dopplersteig rauf auf den Salzburger Hochthron.
Der Dopplersteig nahm auch gleich mal das Tempo raus und mit Laufen war nichts mehr. Erst über steile Felsstufen und später über unzählige Holzleitern kämpft man sich hier entlang des Rosittenbaches über die untere Rositten hinauf in Richtung Dopplerwand.
Unter der Dopplerwand ist es herrlich grün und der Bergsommer hat hier gerade erst so richtig begonnen. Wir nehmen hier die Abzweigung nach rechts zur Steinernen Stiege, die uns hoch zum Taxhamerkreuz und in weiterer Folge zum Zeppezauerhaus, Geiereck und Salzburger Hochthron führt. Der erste Gipfel des Tages ist nach 23 Kilometern, genau 5 Stunden und 1720 Höhenmetern erreicht.

jetzt gehts aufi

Stufen...

entlang des Rosittenbachs

...Stufen...

Blick nach Salzburg

Die Seilbahnstation am Geiereck ist bereits zu sehen

erste Schneereste

herrlich grün unter der Dopplerwand

Geiereck und Dopplerwand

es bleibt durchgehend steil

durch die Dopplerwand

...Stufen...

...Stufen...

Taxhamerkreuz mit Blick auf Salzburg

Elektrolyte auffüllen am Zeppezauerhaus

Bereits am Salzburger Hochthron mit Blick zurück zum Geiereck

Salzburger Hochthron 1853m


Am Salzburger Hochthron halten wir uns aber nicht lange auf, sondern starten gleich weiter übers Platteau in Richtung Berchtesgadener Hochthron.
Zuerst folgt ein größerer Gegenanstieg durch die Mittagsscharte und auch erste Schneefelder haben wir im Ab- und im Aufstieg zu überwinden. Der Schnee ist schmierig und darunter recht hart, aber es ist hier nirgends steil und alles ganz ungefährlich.
Nach der Mittagsscharte geht es dann immer in leichtem auf und ab, meist zum Gehen, manchmal auch gut zum Laufen auf den Berchtesgadener Hochthron, der höchste Gipfel des Tages, den wir nach weiteren eineinhhalb Stunden geschafft haben.
Nach dem Berchtesgadener Hochthron steigen wir erst ab zum gerade im Umbau befindlichen Störhaus und weiter zum Leiterl, wo sich die Abzweigung zum Störweg befindet. Wir entscheiden uns aber für den zwar längeren, aber dafür weitaus schöneren Abstiegsweg über denn Bannkopf und die Rauhenköpfe.


erste Schneefelder

größter Gegenanstieg an der tief eingeschnittenen Mittagsscharte, Blick zum Berchtesgadener Hochthron

anstrengend, weil sehr rutschige Schneefelder

aber immer auch mal gut zu laufende Abschnitte

noch einiges an Schnee auf dem Plateau


am Berchtesgadener Hochthron 1972m

Blick zum Abstiegskamm mit den Rauhen Köpfen, im Hintergrund Watzmann, Hochkalter und Reiteralm

Steilabbruch unter dem Störhaus


Auf den Bannkopf führt ein toller Wiesenweg der sich wunderbar über den Bergücken schlängelt und der es immer wieder zulässt auch mal ein Stück bergauf zu laufen. Spätestens wenn man dann aber zum Gr. Rauhenkopf aufsteigt ist aber wieder Schluss mit Laufen. Dafür darf man hier auch mal die Hände verwenden, denn es geht nochmal ordentlich steil und auch ein klein wenig ausgesetzt auf den letzten Gipfel unserer Runde.
Auf den Kl. Rauhenkopf könnte man zwar auch noch raufsteigen, den lassen wir aber links liegen und machen uns stattdessen nun endlich an den finalen Abstieg hinunter nach Hintergern. Zuerst geht es noch ein gutes Stück den Bergrücken durch den Wald hinunter, bevor dann die letzten zweieinhalb Kilometer bis zum Parkplatz nochmals auf Asphalt zu laufen sind.

Blick zurück zum Berchtesgadener Hochthron und Untersbergsüdwand

es wird etwas ausgesetzter

Blick zum Gr. Rauhenkopf


Aufstieg zum Rauhenkopf

Gr. Rauhenkopf mit Hochkönig, Steinernem Meer, Watzmann und Hochkalter

Grat zum Rauhenkopf

Gr. Rauhenkopf 1604m

Der Abstieg lässt sich meist wieder gut laufen

und fast geschafft


Nach 8h 11min 38,4km und 2372hm haben wir die Runde geschafft und es war eine richtig geniale Runde mit allem was man halt so haben will. Zu Beginn schnellere Laufabschnitte, auf dem Dopplersteig richtig steile Wanderabschnitte, oben am Plateau ein schön ruhiger Abschnitt mit kaum anderen Wanderern und zum Schluss über den Rauhenkopf waren wir dann sowieso alleine unterwegs und es wurde auch nochmal ein bisschen ausgesetzter und auch ein klein wenig zum Zupacken. Und zum Wetter muss ich eh nichts sagen, denn das passt sowieso immer wenn der Herbert dabei ist. Ich weiß nicht wie er das macht...
Das war sie also die erste Bergtour des Jahres. So spät wie noch nie und hoffentlich geht sich noch die eine oder andere lange Runde aus in diesem Bergsommer.

BERG HEIL

Hier gibts noch den GPS Tack auf GPSies:
Untersbergüberschreitung

2 Kommentare:

  1. Danke andi für die geile tour!
    Hättest ruhig reinschreiben dürfen; dass bei mir mit Laufen nach der Halbzeit nicht mehr viel war.... umso mehr freut es mich wenn du dich auf mein langsameres Tempo so gut einstellen kannst.
    Tourenplanung natürlich wieder absolut Top! Dafür bekommst du das perfekte Wetter von mir.

    LG herbert

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    1. Ja, war a geile Tour und Dank an dich zurück für die tolle Begleitung.
      So langsam waren wir ja gar nicht, hat schon passt. Nächste Runde hab ich schon am Schirm!

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