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Mittwoch, 21. August 2019

Mitterhorn (2506m) und Breithorn (2413m) über Südwestgrat (UIAA II), Loferer Steinberge am 15.08.2019


Letzte Woche am Feiertag ging´s nach langer Zeit wieder mal in die Loferer Steinberge.
Zuerst auf einfachem Wandersteig auf das Mitterhorn, auch Hinterhorn genannt und dann mit ein bisschen Kraxeln über den Südwestgrat auf´s Breithorn.
Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz im Loferer Hochtal auf etwa 800m Seehöhe.
Direkt ab dem Parkplatz beginnt auch der Wanderweg und man hat keinen elendslangen Forststraßenhatscher, was die Tour von Beginn an zur Genusstour macht!
Zuerst geht es durch den Wald nach oben und man macht auch gleich gut Höhenmeter. Überhaupt, geht es auf der ganzen Tour meistens gut steil bergauf. Zum Laufen ist das Gelände daher etwas anspruchsvoll, aber heute sind wir ja auch zum Bergsteigen hier, also passt das sehr gut.
Bald kommen wir dann auch aus dem Wald raus und die Blicke nach oben, aber auch zurück ins Tal werden immer eindrucksvoller.

Ochsenhorn, Reifhorn und Breithorn im Morgenlicht bei der Anfahrt kurz vor Lofer

Blick ins Tal nach Lofer

schon etwas weiter oben, hinten links Staufenmassiv, rechts die Reiteralm
Es geht über mehrere Geländekanten, bis dann auch schon die Schmidt Zabierow Hütte in Sicht kommt, welche wir nach fast 1200hm und 2 Stunden erreichen.
im Aufstieg zur Hütte

links Ochsenhorn, rechts Reifhorn

Mit dabei, Herbert, Flo und Martin - hinten sieht man schon die Schmidt Zabierow Hütte

Schmidt Zabierow Hütte

Die Hütte muss aber noch warten und es geht direkt weiter in Richtung Waidringer Nieder.
Hier teilt sich der Weg, nach rechts würde es nun zum Breithorn weitergehen, wir aber halten uns zuerst nach links zum Mitterhorn. Der Weg wechselt zunächst rüber auf die Nordseite, wo man kurz einem Band folgt, dann aber sofort wieder auf die sonnig Südseite wechseln kann.
Seit der Hütte weht nämlich trotz des schönen Wetters ein eisiger Wind und im Schatten wird es richtig frisch. Über die Ostflanke geht es nun weiter rauf zum Gipfel des Mitterhorns. Dieses ist schnell erreicht und wir haben nach 3 Stunden und 10 Minuten den ersten Gipfel des Tages geschafft. Auch am Gipfel ist es leider ziemlich windig und wir steigen schnell wieder etwas ab um uns für die erste Pause ein windstilles und sonniges Plätzchen zu suchen. Kaum ist man im Windschatten wird es aber auch schon wieder ordentlich warm und es lässt sich wunderbar aushalten.

Aufstieg zur Waidringer Nieder

links das Ochsenhorn, rechts Kreuz- Gr.- und Westliches Reifhorn

Nackter Hund, hier drüber führt der Nackte Hund Klettersteig der einen ebenfalls aufs Mitterhorn bringt

Blick in die Mitterhorn Ostflanke

Waidringer Nieder, links der Grat zum Breithorn

in der Nordseite zum Mitterhorn mit Blick zu den Rothörnern

über ein einfaches Band zum Mitterhorn

die Gang am momentan leider kreuzlosen Mitterhorn (2506m)

Blick in die hohen Tauern mit dem Großglockner

Rothörner, hinten der Wilde Kaiser

Gr. Ochsenhorn und Reifhörner, hinten links spitz der Hundstod, rechts die Leoganger Steinberge

Waidringer Steinplatte und Chiemsee

Nachdem wir uns ordentlich gestärkt haben, geht´s wieder zurück zur Waidringer Nieder, wo nun der spannende Teil der Tour beginnt. Es geht über den Südwestgrat aufs Breithorn. Trotz ein paar 2er Stellen und ein paar etwas ausgesetzteren Stellen ist der Grat der einfachste Aufstieg auf´s Breithorn und so wird es hier auch etwas einsamer. Alleine sind wir hier zwar auch nicht, aber für einen Feiertag mit eigentlich sehr gutem Wetter, brauchen wir uns sicher nicht beklagen. Allgemein kommt es mir so vor, als ob die Loferer eine etwas vernachlässigte  Berggruppe sind, obwohl es hier richtig schöne Gipfel und viele Tourenmöglichkeiten gibt.
Der Grat auf das Breithorn ist zwar nicht markiert, aber es befinden sich hier sehr viele Steinmandl und man findet den richtigen Weg meist sehr schnell. Oft könnte man auch mit nicht allzu schwerer Kletterei etwas direkter am Grat bleiben, aber wir folgen meist den Steinmandl.
Zuerst gehts ein Stück links des Grates nach oben und man klettert von Band zu Band, bevor es wieder direkt auf  den Grat geht. Dann wechselt man kurz auf die rechte Seite und über ein paar kurze luftige Stellen geht es dann direkt am Grat weiter. Zwischendurch hat man aber immer wieder Gehpassagen und die reinen Kletterstellen sind immer nur recht kurz. Zum Schluss wird der Grat dann sehr breit und flach, was man so zuerst gar nicht erwartet und man kann gemütlich zum Gipfelkreuz marschieren.
Vom Mitterhorn zum Breithorn brauchen wir genau 1 Stunde. Der Wind wurde zu unserer Freude deutlich weniger und so lies es sich am Gipfel auch wunderbar aushalten.
weiter gehts zum Breithorn

Breithorn Südwestgrat

Einstieg zum Grat

die Gang am Grat

erste leichte Kletterstellen

am Grat

kurz auf der Südseite

immer wieder Gehgelände

am Grat

es wird etwas anspruchsvoller

kurz etwas luftiger, dann geht es am breiten Grat...

... die letzten Meter zum Gipfel

die Gang am Breithorn (2413m)

Breithorn mit Gr. Ochsenhorn und Reifhörnern

Doch schon bald hörten wir dann doch die Schmidt Zabierow Hütte sehr deutlich rufen und wir machten uns wieder an den Abstieg. Jetzt mussten die luftigen Stellen natürlich im Abstieg genommen werden, was aber erstaunlich gut ging und mir sogar fast leichter fiel als im Aufstieg und so waren wir auch realtiv flott wieder an der Waidringer Nieder und genau so schnell dann auch wieder unten an der Hütte.
die schön geformte Pyramide des Mitterhorns

Tiefblick zur Hütte

Panorama - Breithorngrat, Ochsenhorn, Reifhörner, nackter Hund, Mitterhorn

luftig Abklettern

Blumenkistl am Grat

nochmal luftig Abklettern

nochmal  in die Südseite ausweichen

und schon wieder fast unten an der Hütte

Hier hatten wir uns jetzt natürlich eine Jause und ein Bier verdient und von der jetzt komplett gefüllten Terasse konnten wir nochmal die herrlichen Gipfel der Loferer bewundern. Nun begann e aber schön langsam zuzuziehen und als wir die Hütte wieder verliesen, kammen auch schon die erste Regentropfen herunter. Aber nicht besonders schlimm und nach ein paar hundert Metern, war es auch schon wieder vorbei mit dem Regen und wir konnten so gut wie trocken über den Aufstiegsweg wieder zurück zum Parkplatz absteigen.
Schmidt Zabierow Hütte

wohlverdiente Jause

Hüttenpanorama, hinten ziehts langsam zu...

leichter Regen im Abstieg von der Hütte

der Regen hat einen Alpensalamander hervorgelockt

schon wieder im Wald

und gleich beim Parkplatz


Nach 6h 50min, knapp 16km und 2000hm geht dann eine wirklich tolle Bergtour mit zwei schönen Gipfeln zu Ende.
Mal schaun, wie bald es mich wieder in die Loferer Steinberge verschlägt, Möglichkeiten gäbe es hier ja noch einige...

BERG HEIL



1 Kommentar:

  1. Super! Ich kann noch unbedingt die Alpen von Südtirol empfehlen, dort war ich letztes Jahr wandern bei Bozen, eine sehr ähnliche Leistung, top.

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