Freitag, 12. Dezember 2014

Frühwintertour auf Bleckwand (1541m) und Sparber (1502m) am 12.12.2014

So, nun ist er da der Winter, zumindest ein klein bisschen.
Heute gings deshalb nicht mehr so hoch hinaus, dafür auf zwei Gipfel.


Meine Runde:
Gasthof Kleefeld (690m) (Strobl am Wolfgangsee) - Sparberrundweg - Umleitung Postalmstraße - Mautstelle Postalmstraße - Schartenalm - Bleckwand (1541m)(Weg 876) - Bleckwandhütte (1329m) - Mahdhäusl (ca.600m) (Wege 34, 877, 31) - Zepfensteig bis Weberhäusl - Brustwand (866m) - Dürntalalm (977m) - Sparber (1502m) - Dürntalalm - Wildgehegerundweg - Parkplatz Kleefeld

22 - 23 Kilometer
2115 Höhenmeter
7:10 Geh/Laufzeit inklusive vieler Fotostops und kurz Verlaufen am Zepfensteig
Gesamtzeit ca. 7:45 Stunden

Ausgangspunkt war heute der Gasthof Kleefeld, da ich mir dachte, dass das hier der günstigste Punkt für die Rundtour ist...
Also gings mit Blick auf Rinnkogel, Scharfen und Braunedlkogel den Sparberrundweg entlang.

Blöderweise war der gleich mal nach etwas mehr als einem Kilomter gesperrt und wurde auf die Postalmstraße umgeleitet. Also erstmal zwei Kilometer auf der ziemlich vereisten Straße bis zur Mautstelle hochwandern.

An der Mautstelle kommt man dann wieder zurück zum Sparberrundweg, der vorbei an der Fellneralm jetzt wieder auf schönem Weg in Richtung Schartenalm führt.

Auf der Alm sind sich die Jahreszeiten noch nicht ganz einig was Sache ist...

Bleckwand und Sparber leuchten in den ersten Sonnenstrahlen des Tages.

Zu meiner Rechten türmt sich der Sparber auf...

...gerade aus die Bleckwand.

An der Schartenalm kann man sich zwischen dem direkten Weg zum Grat auf die Bleckwand oder einem etwas längeren, dafür flacheren Weg entscheiden, ich nehm den direkten gerade hinauf zur Wand.
Rückblick zur Schartennalm, eingerahmt von Rettenkogel und Rinnnkogel.

Durch den schon leicht eingeschneiten Wald gehts steil hinauf zum Grat. Trotz der leichten Schneeauflage, sind die Markierungen aber meist leicht auszumachen.

Nach kurzer Zeit am Grat, auf dem es ordentlich windig ist, komme ich auch schon auf den höchsten Punkt der Bleckwand. 1541 Meter. Das "Gipfel"kreuz kommt aber erst etwas später an Aussichtreicherer Stelle.


Tiefblick vom Gipfel zur Schartenalm...

und rüber zum schön geformten zweigipfligen Sparber.

Und ein paar Minuten später bin ich auch schon am "Aussichtsgipfel".


Und die kann sich wirklich sehen lassen...
Wolfgangsee mit Schafberg

Dachstein im Hintergrund

Rettenkogl

Ein Stück weiter: Strobl durch ein tolles Felsloch.

Nun gehts wieder talwärts, vorbei an der Bleckwandhütte.

Da es hier meist auf Forststraßen und leichten Wanderwegen nach unten geht, nehme ich das meiste im Laufschritt und bin bald wieder unten auf 600 Metern beim Mahdhäusl. Hier gibts allerhand Getier zu bewundern :-)


Vom Mahdhäusl gehts auf nun fast ebenen Wegen über den Zepfensteig in Richtung Startpunkt.


Bevor man aber wieder ganz um den Sparber herum ist zweigt am Weberhäusl der Weg auf die Brustwand ab. Wieder gehst steil durch den Wald hinauf bis zum Brustwandaussichtspunkt.

Von der Brustwand gehts wieder kurz bergab bevor es an den finalen Anstieg auf den Sparber geht.
Ist man an der Dürntalalm vorbei, werden die Markierungen kurz etwas spärlicher oder besser gesagt, sind diese unter dem Schnee nur schwer auszumachen. Mein Glück ist, dass der Weg aber schon leicht gespurt ist und so finde ich schnell hinauf in den Wald wo es wieder deutlicher wird.


Es geht nun wieder auf der Sonnenseite schön durch den Wald bis man zur Scharte zwischen kleinem und großem Sparber gelangt.
Ab hier ist etwas Vorsicht angesagt. Der Schnee ist hier aufgeweicht und die Wege etwas rutschig.

In der Scharte angelangt, würde es links auf den kleinen Sparber raufgehen. Man müsste über dieses Wandstück hochklettern, welches aber ziemlich ausgesetzt aussieht und natürlich auch später wieder runterklettern. Ein Stück rechts oberhalb des "Einstiegs" ist dann ein Stahlseil angebracht, hab ich von der Scharte aus gesehen. Aber das lass ich lieber sein :-) Das würd ich mir wohl auch bei besten Verhältnissen ungesichert nicht zutrauen. Ist wohl eine 3er Stelle, hab ich mal gelesen...



Also wende ich mich in der Scharte nach rechts. Nun gehts um den "großen" Sparber unter den Felsen in Richtung Südseite. Auch hier darf man ruhig ein bisschen vorsichtig sein :-)


Es folgt eine seilgesicherte Stelle und einige kurze Leitern.



Zum Schluss ist noch eine lange Leiter hochzusteigen, bevor es über Schroffen auf den Gipfel geht.



Am 1502 Meter hohen Sparber, bei herrlichstem Dezemberwetter. Mittlerweile fast Windstill. Einfach herrlich.

Wolfgangsee mit Schafberg, Spinnerin und Törlspitz

Bleckwand

2x 180°


Rettenkogel links, Rinnkogel rechts

Der Abstiegsweg ist der selbe wie im Aufstieg.





Kurz nach der Dürntalalm kommt man zu den Wildgehegen vom Gasthof Kleefeld.
Hier gibts auch noch einiges zu sehen. Leider hab ich die großen Steinböcke die es hier gibt heute nicht gesehen...


Nach etwas mehr als sieben Stunden Gehzeit bin ich dann wieder zurück am Parkplatz.
Eine schöne, aber lange Tour, bei der ich mir nicht ganz sicher war, ob sich das bei den kurzen Tagen im Dezember auch ausgeht. Da ich auch heute wieder einige Abschnitte gelaufen bin und kurz vor Sonnenaufgang gestartet bin, hats aber genau gepasst und ich war um viertel nach Drei wieder zurück, hätte als noch ne Stunde Tageslicht gehabt.
Ich hab auch überlegt, ob ich noch den kurzen Übungsklettersteig auf die Brustwand noch anhänge, aber das hat mich dann nicht mehr gefreut, und würd sich auch nicht wirklich auszahlen...
Hier noch die ganze Runde im Überblick.

BERG HEIL















Kommentare:

  1. Hallo Andi,
    tolle Tour. Ich war heuer zum ersten Mal auf der Bleckwand und dem Sparber. Zu meiner Schande. Aber irgendwie hat es mich da noch nie hingezogen. War ich in der Nähe ging ich lieber auf den Schafberg oder bestieg den Postalm-Klettersteig. Heuer ging sich auch der Braunedlkogel zum ersten Mal aus. Ebenso einige Touren im Lattengebirge, die für mich auch absolutes Neuland waren. Selbst in unserer unmittelbaren Umgebung muß man wohl 200 Jahre alt werden, um alles einmal erlebt zu haben. lg Robert

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    1. Hallo Robert!
      Ich war auch das erste mal am Sparber. Im Gipfelbereich ist der schon ziemlich genial, obwohls kein "großer" Berg ist. Der "kleine" wäre ja auch ziemlich interessant. Vielleicht schau ich mir den mal genauer an wenns wieder trocken ist, irgendwann im Sommer. Aber der ist für mich schon grenzwertig von der Schwierigkeit und Ausgesetztheit, zumindest von weitem betrachtet.
      Wenn man vom Großen rüber schaut, wird einem da ja schon ganz anders...
      Am Braunedlkogel war ich auch erst einmal (der angrenzende Scharfen war das eigentliche Ziel und der Braunedlkogel ging halt mit), ebenso im Lattengebirge... da hast du schon recht, die Tourenziele gehen wohl nicht so schnell aus!
      Gruß Andi

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